Damit die Welt besser zusammenhält

Um das Sozialwort der Jugend bekannter zu machen, gingen evangelische und katholische Jugendliche gemeinsam klettern

Paula beim Sichern.(Foto: K. Albrecht)

Konzentriert blickt Paula nach oben. Immer wieder gibt sie ein Stück Seil nach. Über dieses Seil ist sie mit ihrer Kletterpartnerin verbunden, die oben ihren Weg durch die Wand findet. Alles geht gut, auch das Abseilen funktioniert, dann wird gewechselt. Knapp 70 Jugendliche aus evangelischen und katholischen Jugend- und Pfadfindergruppen nahmen an der Aktion in der Kletterhalle „Tivoli Rock“ in Aachen teil, zu der die Evangelische Jugend Aachen und der Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) Aachen gemeinsam eingeladen hatten. Die eigenen Grenzen Stück für Stück überwinden, zusammenhalten, darum geht es beim Klettern. „Ich habe ein bisschen Höhenangst“, berichtet die 15-jährige Helen. „Aber mit der Zeit habe ich mich jedes Mal ein Stück weiter nach oben getraut“. Vertrauen ist ebenfalls wichtig, auch, wenn man die Person, die einen sichert, gar nicht kennt. Die Erfahrung hat Adrian (22) mit seinem Kletterpartner Henning (22) gemacht. „Wir haben kurz miteinander geredet, das war gut“, sagt Adrian.

Was stärkt den Zusammenhalt in der Gesellschaft? Das war das Thema der Arbeitsgruppe „Gemeinsam“.(Foto: K. Albrecht)

Zusammenhalten, das ist auch der Kern des Sozialwortes der Jugend, das der BDKJ-Bundesverband und die Evangelischen Jugend 2016 zur Bundestagswahl 2017 veröffentlicht haben. In diesem Sozialwort stellten die jungen Menschen einen Katalog an Forderungen auf, die es braucht, damit ein gutes Zusammenleben funktionieren kann. Um dieses Sozialwort ein wenig mehr in die Öffentlichkeit zu rücken, sind bundesweit mehrere ökumenische Aktionen geplant, zu denen auch das Klettern in Aachen gehört. Doch die Jugendlichen sollten nicht nur miteinander sportlich aktiv werden, sondern zu verschiedenen Bereichen, die das Sozialwort als wichtige Aspekte gesellschaftlichen Lebens definiert, gemeinsam nachdenken. In welcher Welt wollen wir leben? Was braucht es für eine gesunde Umwelt, für mehr Integration und Vielfalt, für eine gerechte Arbeitswelt? „Die Themen sind da und sie sind aktuell.

Bewusster einkaufen, weniger Auto fahren, Strom sparen. Zum Umweltschutz hatten sich die Teilnehmenden viele Gedanken gemacht, was sie selbst tun können.(Foto: K. Albrecht)

Wir sehen, wie viele regelmäßig bei ‚Fridays for future‘ auf die Straße gehen. Man kann nicht sagen, die Jugend wäre nicht engagiert“, sagt Axel Büker, Synodaler Jugendreferent des Evangelischen Kirchenkreises Aachen. Isabell Ohl, Synodale Jugendreferentin des Evangelischen Kirchenkreises, ergänzt: „Die Jugendlichen haben auch Lust, sich zu engagieren, wenn sie merken, dass sie gehört werden.“ Und so diskutieren sie in verschiedenen Arbeitsgruppen, wie die Welt besser werden kann. Paula und Helen diskutieren in der Umweltgruppe, andere beschäftigen sich mit der Arbeitswelt, mit religiöser Vielfalt oder gesellschaftlicher Teilhabe. „Wir möchten, dass sie sich dabei zum einen überlegen, was sie selbst tun können, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Es gibt aber auch Dinge, die sind zu groß für einen allein. Das muss politisch geregelt werden“, sagt Katharina Zink, Referentin für Jugendpolitik des BDKJ-Diözesanverbands Aachen. Die Punkte, die die Teilnehmenden für die Politik zusammengetragen hatten, sollen gesammelt und bei einem fairen Frühstück im Düsseldorfer Landtag an die Politiker überreicht werden.

„Das Klettern hat großen Spaß gemacht, war aber auch anstrengend“, fand Adrian.(Foto: K. Albrecht)
Zusammen halten und zusammen klettern(Foto: K. Albrecht)

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