Zwei "Nordhäuser Winterforellen" eingebuddelt

07.10.2020

Zum Tag der Deutschen Einheit beteiligte sich das Jugendreferat an der Baumpflanz-Aktion "Einheitsbuddeln" - Alte Birnensorte für Obstwiese der Biologischen Station Stolberg

Das Team ist nach dem erfolgreich gesetzten ersten Baum sehr mit seiner Arbeit zufrieden.
Das Team ist nach dem erfolgreich gesetzten ersten Baum sehr mit seiner Arbeit zufrieden. (Foto: C. Braun)

Zum Tag der Deutschen Einheit am vergangenen Samstag dachten im Ev. Kirchenkreis Aachen nicht alle nur an den Mauerfall vor 30 Jahren. Eine kleine Gruppe Unverzagter traf sich auch - trotz des feuchten Wetters - zur Baumpflanz-Aktion "Einheitsbuddeln", zu der das Jugendreferat aufgerufen hatte. In Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Stolberg hatte Jugendreferent Michael Sarasa zwei junge Birnbäume der alten, regionalen Sorte mit dem zunächst etwas in die Irre führenden Namen "Nordhäuser Winterforelle" beschafft.

"Nein, wir pflanzen keine Fische", versicherte er den Anwesenden. Laut Wikipedia wurde die Forellenbirne sogar schon 1797 im Handbuch über die Obstbaumzucht und Obstlehre als „deutsche Nationalfrucht“ beschrieben. Also doch ein Zusammenhang mit dem Tag der Deutschen Einheit? 2019 hatte das Bundesland Schleswig-Holstein die dezentrale Aktion "Einheitsbuddeln" zusätzlich zu den offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Stell dir vor, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen. Jedes Jahr. Ein neuer Wald. Von Nord nach Süd, von Ost bis West. Für das Klima. Und für dich und deine Familie. Für unsere Zukunft“ wurde eine neue Tradition von "Pflanzpartys" zum Feiertag begründet.

Bäume mit Wühlmaus- und Verbiss-Schutz versehen

Unter der fachkundigen Anleitung von Michael Sarasa machte die Stolberger "Pflanzparty" sich schnell ans Werk: Zweimal Erde auflockern, Baum ins Pflanzloch, Wühlmauskorb um den Wurzelballen, Erde drauf, Stamm am Pflock festbinden, Verbiss-Schutz anbringen - fertig. Unter den Teilnehmenden griffen auch Pfarrer Axel Neudorf und Jugend-Mitarbeiterin Gordana Nettersheim aus Stolberg tatkräftig zu Schaufel und Hammer. Misstrauisch beäugt wurde die Gruppe von einer Schafherde, die auf der Streuobstwiese der Biologischen Station lebt und diese durch die Beweidung pflegt.

Obstbaum-Wiesen als Oasen

"Unsere Aktion ist eine gute Sache, weil wir so dazu beitragen, dass diese alten Obstsorten nicht ganz aus der Landschaft verschwinden", sagt Jugendreferent Michael Sarasa. "Unser Ziel ist es, das zu bewahren, was ist, und was gut war. Früher waren die Orte in unserer Region von Obstbaum-Gürteln umgeben, doch diese Obstbaum-Wiesen sind größtenteils verschwunden. Dabei bieten sie eine unheimliche Qualität, Oase zu sein."

Einheitsbuddeln mit Erntedank kombiniert

Für die Evangelische Kirchengemeinde Monschauer Land hatte Sarasa ebenfalls einen Baum bei einer regionalen Baumschule besorgt, dort einen Apfelbaum. Das Pflanzloch bereiteten zunächst die Konfirmanden vor, dann wurde der Baum nach dem Erntedank-Gottesdienst am Sonntag am Gemeindezentrum in Lammersdorf gepflanzt. "Dort wurde das 'Einheitsbuddeln' mit dem Erntedankfest kombiniert - warum nicht?", meint der Jugendreferent. Auch wenn die Zahl der Teilnehmenden in Stolberg in diesem Jahr - wohl auch wegen des sehr ungemütlichen Wetters - noch überschaubar blieb, möchte er die Aktion im kommenden Jahr erneut anbieten. Als Abschieds-Impuls und Inspiration zum eigenen Weiterpflanzen gab er den Anwesenden noch die Geschichte vom "Mann der Bäume pflanzte" mit auf den Weg.

(Text: C. Braun / Kirchenkreis Aachen)

 

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